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 Kurz nach Veranstaltungsende – noch herrscht Euphorie beim Team.

Kurz nach Veranstaltungsende – noch herrscht Euphorie beim Team.

Köln, Mülheim an der Ruhr: Vor wenigen Tagen noch waren sie Helden - vom Kunden gefeiert, von Gästen beglückwünscht. Die Wellen der Glückseligkeit nach gelungenen Festakt und Familienfeier für das große Firmenjubiläum schlugen hoch. Zu hoch, wie sich nun zeigt. Das Team von MATT CIRCUS leidet unter der branchentypischen Posteventdepression.

Ein gespenstisches Bild liefert sich den Paketboten. In den Büros der Ehrenfelder Agentur für monumentale Kommunikation sind zahlreiche Schreibtische unbesetzt. Wo in den letzten Wochen und Monaten noch freie Eventprofis wie Patric Baumgarten, Eva Pehle, Thomas Bortz und Andrew Douglas saßen, legt sich nun Staub über Tastaturen. Selbst die Chefstühle sind verlassen. Während Geschäftsführer und oberster Projektleiter Maximilian Schmidt in eine vierzehntägige Angeltherapie an einen südschwedischen See geflohen ist, liegt GF und Kreativchef Janssen mit einer Grippe im Bett. Vom Fieber geschüttelt schreibt er weiter an Moderationsleitfäden und Sprechertexten. Traurig, in jedem Satz findet sich das Jubiläumsmotto „Weiterhandeln“.

Allein die noch anwesenden Projektleiterinnen Eva Karis und Jenny Breitfelder sowie Assistent Paul Müller sind guter Hoffnung: „Morgen ist Mittwoch. Da haben wir wieder Jour fixe beim Kunden!“ Niemand hat ihnen gesagt, dass es keinen Jour fixe mehr in Mülheim geben wird.   

Gegenüber in der Kreation starrt Grafikdesignerin Anna Müller auf ihren Screen. „Wo sind all’ die Pixel hin?“ Und meint damit die grüntürkisen Dots des von ihr entwickelten Jubiläums-Designs, die sie monatelang mit Medienproduktioner Jonas Hermanns über Geschäftsausstattung, Buchseiten, Bilder, Einladungen, Aufsteller, Give-aways, Banner, Plakate, ganze Fassaden und Flurwände gelegt hat. Kreationsassistentin Irene Menke packt derweil trotzig ihre Sachen. „Ich geh’ jetzt zum Treibhaus nach Berlin. Soll mein Nachfolger David sich doch um die Postings kümmern.“

Auch im Konfi spielen sich seltsame Szenen ab. Hier sitzt Filmproduzent Martin Kaiser von PI-Spirit und schaut sich mit glänzenden Augen in Dauerschleife den Jubiläumsfilm an. „Die letzte Szene endet mit ´Diese Geschichte wird fortgeschrieben´. Ich arbeite bereits an einer Fortsetzung!“

Andere Partner haben sich einen professionellen Umgang mit dem Symptom angeeignet. ASP Eventrealisation, Deko-Service, Balloni, Neumann & Müller, Guest One, Broich Catering, People für Promotion, Menschwerk, Querspringer, Dirk Nossbach, Waldek Szymkowiak, Detlef Altenbeck, Christine Hartwig, Rolf Maier, Emiliy Dietzsch, Dagmar Binder, Klaus Selten, Team Tentakulus und weitere: Sie alle stürzen sich in das nächste Projekt, um dem Loch zu entkommen.

Dann fährt auf dem Hof Anne Reinhardt vor. Die Leiterin Geschäftsentwicklung kommt gerade aus Mülheim. Offiziell von einer Projekt-Nachbesprechung. Inoffiziell ging’s im Termin um das Thema „Wie sage ich es meinem Team, dass das Projekt abgeschlossen ist?“. Auch beim Kunden kann man es kaum fassen. „Wir haben über mehrere Lösungsansätze diskutiert. Unter anderem ging es dabei um eine gemeinsame Teamfeier.“ Und mit optimistischer Stimme legt sie nach. „Zum Glück haben wir ja noch weitere Projekte. Da geht’s ab morgen wieder richtig los!“