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Wie alles begann - Teil I

„Lass uns ein Wochenende in die Eifel fahren. Da haben wir Ruhe.“ Seit über einem Jahr schon hatten Max und ich die Köpfe zusammengesteckt, um endlich die Lösung für unser Problem zu finden: Wie lässt sich mit dem, was wir können,  gemeinsam Geld verdienen? Wir waren in Think Tanks, hatten uns coachen lassen und heftig gebrainstormt. Nichts hatte gefruchtet. Und nun also: Last Exit Euskirchen. Ein altes Bauernhaus in einem entlegenen Weiler fernab der Autobahn wurde zum Ort der Erkenntnis erklärt. Schon auf der Fahrt zogen sich die Wolken zusammen. Bei der Ankunft regnete es in Strömen. Es war Sommer, doch die Eifel lachte nur darüber. 12 Grad. Der Hausherr empfing uns mit seltsamen Blicken. Er hatte ein schwules Pärchen erwartet. Nicht aber verzweifelte Werber. „Ihr wollt also arbeiten?“, fragte er irritiert. Zögerlich reichte er uns seine faltige Hand. Unsere Unterkunft war bitterkalt, aber voller kultureller Überraschungen. Die Jahrhunderte alten Wände waren geschmückt mit Werken von Künstlern, die man aus dem Fernsehen kennt. Dazwischen Fotografien, Originale in schwarz-weiß. Der Hausherr mit Malern, Musikern und Schauspielern vergangener Jahrzehnte. Hier ein Kippenberger, da ein Kier. Iggy Pop neben Warhol. Auf dem Klo hängt Penk, in der Küche Marlon Brando.

Wer war dieser Mann?

„Ich bau schon mal das Flipchart auf.“ Max machte sich an die Arbeit.

Tbc.